Pesäpallo
Pesäpallo das ist die Antwort Finnlands auf Baseball. Bei unseren finnischen Sportfreunden ist Pesäpallo – Pesis – wie Eishockey ein Nationalsport. Nach einem Besuch in den USA hat der Finne Lauri Pihkala diesen Sport schon 1922 entwickelt, gestaltete aber das Spiel etwas anders als die Amerikaner ihr Baseball. Beim Pesäpallo ist das Speilfeld eingegrenzt und der Anwerfer muss den Ball senkrecht nach oben werden. Die Spielidee ist aber die gleiche beim Baseball, es gibt die Homebase, drei Bases und zwei Mannschaften mit je neun Spielern. Der jeweilige Schlagmann hat drei Versuche und kann auf diese Art seine Spielkameraden auf dem Spielfeld von einer Base zur nächsten schlagen, ohne dabei selbst einen Schritt laufen zu müssen.
Wer Pesäpallo spielen möchte, sollte gut Laufen, Werfen, Fangen und Schlagen können aber er muss auch ein schnell reagieren und ein gutes Spielverständnis haben. Das Spiel ist in den USA, in Kanada, Schweden, Estland und Schweiz bekannt. Auch in Deutschland gibt es seit 1994 eine Pesäpallo Liga. Allerdings fehlt es Pesäpallo noch an der nötigen Popularität, es gibt nur wenige Vereine, meistens existieren sie in Regionen in denen Finnen leben. Als Ausrüstung für Pesäpallo benötigt man einen Schläger von einem Meter Länge, einen Fanghandschuh, einen Helm und Gartenhandschuhe.
Bei den Spielregeln unterscheiden sich Baseball und Pesäpallo kaum. Auf dem Feld gibt es drei Pesä, mit 40 Meter Abstand voneinander. Auf dem Feld spielen zwei Mannschaften im Wechsel innen und außen, die Mannschaft innen ist das schlagende Team und muss versuchen so viele Läufe wie möglich von Pesä zu Pesä zu erreichen. Das äußere Team versucht das zu verhindern, indem sie den Ball aus der Luft fangen. Gelingt das, ist der Schlagmann nicht wie beim Baseball verbrannt sondern nur verletzt, wenn er das Pesä vor dem Ball erreicht. Wenn nach einem Fang der Ball zu einer Pesä geworfen wird und ankommt, bevor der Läufer da ist, ist dieser verbrannt.